Fushimi Inari Schrein April 1, 2007
Posted by tanuki77 in Kyoto.add a comment
Ein absolutes Highlight einer jeden Japanreise. Unglaublich faszinierend, wunderschön und unvergesslich!
Der Fushimi Inari Schrein ist im Grunde genommen ein “normaler” Inari Schrein, Fushimi bezeichnet lediglich die Örtlichkeit, um ihn von den anderen Schreinen unterscheiden zu können.
Der Schrein selbst liegt auf einer Bergspitze. Auf dem Weg dorthin passiert man
10 000 Torii!
Eine gute Kondition sollte man schon haben, es geht zum Teil sehr steil bergauf, jedoch lohnt sich der Aufstieg, nicht nur wegen der 10 000 Torii – Bögen, die dort aufgestellt sind und die man durchschreitet, sondern auch wegen der wundervollen Aussicht, die sich dem Wanderer auf dem Weg zum Schrein bietet. Ich persönlich habe die Strecke in 1,5 Stunden geschafft. Man sollte also ein wenig Zeit einplanen; es ist allerdings jede Minute wert.
Daten und Fakten:
Fushimi Inari Schrein
Fushimi = Ortsname
Inari = Gott des Reis, Sake und Wohlstands
Erbaut : im Jahre 711
Torii: ca. 10 000, aus Holz
In Japan gibt es 40.000 Inari Schreine, wobei der Fushimi Inari Schrein als höchster Inari Schrein das Zentrum dieser Schreine darstellt. Der Schrein gilt heute als Anlaufstelle um für geschäftlichen Erfolg zu bitten. Dafür kann unterhalb des Schreins eine Opfergabe (z.B. Obstkorb) erworben werden, die dann vor dem Schrein aufgestellt wird.
Interessant: entgegen der europäischen Auffassung von dem Charakter der Tiere stehen hier wundervolle Fuchs-Statuen (kitsune) als Wächter des Schreins. Diese Füchse sind helfende Geister, jedoch mit der Fähigkeit ausgestattet, Menschen verhexen zu können. So zumindest die Sage.
Die Torii können nach einer Geldspende (je nach Grösse des Betrages, nach meinen Informationen zufolge ab umgerechnet ca. 10 000 Euro) aufgestellt werden und tragen das Kanji (den Namen/Firma) des Spenders eingraviert.
Hier eine Karte des Geländes:
Samurai Movie Land (Toei) Januar 17, 2007
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Kyoto Uzumasa Eigamura (Toei Movie Land)
Eintritt:
2200 Yen (ca. 15 Euro)
Anschrift:
10 Higashi-hachigaoka-cho
Uzumasa
Ukyo-ku
Kyoto 616-8586
Öffnungszeiten:
März bis November : 9-17 Uhr
Dezember bis Februar: 9:30-16 Uhr
Was kaum jemand weiss: die Italo-Western der 60er und 70er Jahre erlebten ihren Siegeszug durch einen Samuraifilm, auf dem Klassiker wie z.B. “Für eine handvoll Dollar” oder “Django” beruhen : YOJIMBO von Akira Kurosawa. Auch seine “Sieben Samurai” wurden mit den “Glorreichen Sieben” als Remake international bekannt. Yojimbo, zum Beispiel ist ein grossartiger Film aus dem Jahre 1961, in dem man wirklich viele Motive moderner Filme wiedererkennt (z.B. Last Man Standing). Wer schon einmal einen Samuraifilm oder gar eine der zahllosen japanischen Samuraiserien gesehen hat, der wird diese kleine Filmstadt mit Sicherheit wiedererkennen. Die Mehrzahl eben jener Filme wurde hier gedreht. Man kann sich auf dem Filmgelände, der Edo-Zeit nachempfunden, auf 36000 qm2 frei bewegen.
Samuraifilme sind nur etwas für ältere Semester? Mitnichten. Erst letztes Jahr geriet Japan in einen wahren Samurai-Hype – eine populäre Serie (mit rivalisierenden Jungstars versteht sich) zog aus ganz Japan Fans ins Toei Movie Land.
Schon vor dem Zugang zum eigentlichen Filmgelände kommt man an sehr interessanten Filmrequisiten vorbei: Samuraischwerter, Dioramen, Rüstungen, Dampfpanzer…
Desweiteren kann sich im Café Restaurant “Chanbara” entspannen, im 2. Stock dem “Super Hero Land” einen Besuch abstatten und Filmhelden wie “Masked Rider” oder “Power Rangers” begutachten oder sich durch das 3-D Theater verblüffen lassen (300-500 Yen Eintritt).
Danach (0der davor) im Park:
Es gibt u.a. Ninja-Türme, ein Gefängnis (Haol), Gerichtsgebäude, das Büro des Stadtradts, einen Teich samt Monster, einen Vulkan, Theater, Feuerwehr- und Polizeigebäude (Meji – Zeit), usw.
Wer Glück hat, erlebt ein “Live-Shooting”, denn noch immer wird hier eine Vielzahl an Serien und Filmen gedreht – über 200 im Jahr. Die wundervolle Kulisse bietet sich dafür geradezu an. Wer wie ich noch dazu das Glück hat, in den frühen Mittagsstunden einzutreffen, kann womöglicherweise einen ganzen Strassenzug für sich alleine beanspruchen. Der riesige, hauseigene Shop am Ausgang verkauft schöne und vor allem auch günstige Samuraischwert-Replikas (samt Zubehör), je nach Modell Schwertern berühmter Filmhelden nachempfunden sind. Sehr freundliche Bedienung, grosser Fanshop, erstklassig.
Der Park bietet darüberhinaus auch ein paar wirklich gute Restaurants. Günstig – und sehr zu empfehlen.
Impressionen und Momentaufnahmen:
Kinkakuji (Rokuon-ji) Januar 10, 2007
Posted by tanuki77 in Kyoto.add a comment
Kinkaku-ji
Kinkaku, seit 1994 Weltkulturerbe, bedeutet übersetzt „Goldener Pavillon“, und ist die Bezeichnung für das Hauptgebäude des Tempels (Rokuon-ji / “ji” = Tempel). Gegen 1220 diente es als Wohnsitz von Kintsune Saionji.
Yoshimitsu, der dritte Shogun von Ashikaga, bestieg den Thron im Jahre 1394. Nach drei Jahren begann er, Kitayamaden anzulegen und setzte alles daran, diesen Ort einzigartig werden zu lassen. Nach Yoshimitsu´s Tod wurde seines Wunsches gemäss der Ort in einen Zen-Tempel umgestaltet. Leider haben diese Gebäude die Wirren der Zeit nicht überlebt. Mit einer Ausnahme: Kinkaku – der goldene Pavillon. Wie dem auch sei: der im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernde Garten existiert bis heute noch in seiner ursprünglichen Form.
Kinkaku wurde eigentlich „Shariden“ genannt. Es besteht aus 3 (!) verschiedenen Architekturstilen:
Das 1. Stockwerk ist im „Shinden-zukuri“, dem „Palast-Stil“ gebaut und wird „Ho-sui-in“ genannt.
Das 2. Stockwerk, „Buke-zukuri“, ist im Stil des Samuraihauses gebaut, wird „Cho-on-do“ genannt.
Das 3. Stockwerk ist im „Karayo“-Stil oder auch „Zen-Tempel“-Stil gebaut und wird „Kukkyo-cho“ genannt.
Das 2. und 3. Stockwerk wurden mit einem speziellen Goldlack überzogen, im Jahre 1987 renoviert und 2003 fertig gestellt. So erstrahlt Kinkaku wieder im ursprünglichen Glanze – samt Dach und zugehörigen Statuen. Von diesem Ort aus hat man übrigens zur Linken einen guten Blick auf den berühmten Hidari-Daimonji Berg!
Selten fasziniert den Besucher ein Ort in Japan derart. Es lässt sich nur schwer beschreiben, aber der perfekt angelegte Garten, der Tempel, die Gärten….es zieht einen sogleich in seinen Bann, als ob man selbst als Teil der Geschichte auf den uralten Wegen umherwandelt und sich an einem Ort befindet, der, zeitlos genau wie schon vor 500 Jahren , auf den Besucher wartet. Vielleicht wird das auch auf den Bildern deutlich, selbst das Licht, welches seinen Weg durch die dichten Baumkronen bahnte, mutete fast schon magisch an. Ich hatte etwas Glück, die Anlage an einem mehr oder weniger ruhigen Tag zu besuchen, normalerweise besuchen Kinkakuji vorwiegend Ausländer und Schulklassen.
Direkt vor der Anlage befindet sich eine Bushaltestelle (Kinkakuchi-michi), man kann aber auch ruhigen Gewissens ein Taxi nehmen, ist nicht sehr teuer und geht schneller als der Bus. Die überaus freundlichen Taxifahrer helfen gerne weiter.