Nagoya Castle September 5, 2007
Posted by tanuki77 in Nagoya.Tags: Nagoya castle
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Die Stadt Nagoya (2,2 Millionen Einwohner) liegt etwa 1 Stunde von Osaka und 2 Stunden von Tokyo entfernt, mit dem Shinkansen demnach sehr einfach und bequem zu erreichen. Die Station an sich ist sehr gross, aber dank guter Beschilderung ist die Orientierung kein Problem. Der Weg zum Nagoya Castle ist dagegen etwas kompliziert und nur mit Umsteigen erreichbar. Dauer: ca. 30 Minuten.
Von der Station aus (siehe Bilder oben – gegenüber gibt es ein grosses Einkaufszentrum u.a. mit Bic Camera Elektromarkt) geht es als erstes zur U-Bahn, der Higashima Line (gelb). Wobei der Eingang Nr. 8 der Station am nächsten liegt. Einfach aus dem Gebäude und der Beschilderung nach direkt hinunter zur Ubahn. Von Nagoya fährt man 2 Stationen weiter bis zu SAKAE. Dort steigt man um in die Meiji Line (lila) und fährt bis zur “Shiyakusho“-Station. Von dort aus sind es nur noch ein paar Gehminuten zum Nagoya Castle.
Bilder unten : 1. Eingang zur Higashima Line am Nagoya Bahnhof ; 2. Umsteigen in Sakae ; 3. Ausgang Siyakusho mit Blick aufs Rathaus.
Der Eintritt kostet 500 Yen pro Person, was wirklich sehr günstig ist – Museum inklusive. Die Gärten sind japantypisch wundervoll, hier kann man ausspannen und die Natur geniessen. Wirklich wunderschön angelegt. Kommt man gegen Mittag an der Anlage an, so hat man gute Chancen sich einen englischsprachigen Führer (“Goodwill Guide”) aussuchen zu können.
Ostgarten Ninomaru
Ninomaru Teehaus
Im traditionellen Stil aus Zypressen (hino) der Kiso Region erbautes Teehau.
Ninomaru Garten
Die Burg von Nagoya auf Geheiß Ieyasu Tokugawa´s (徳川 家康, 1543-1616) errichtet, um die Schlüsselposition der Tokaidostrasse einzunehmen und sich gegen Angriffe aus der Richtung Osakas wehren zu können. Der Bau der Burg wurde im Jahre 1612 vollendet. Es beherrberge über Generationen den Owari-Zweig der Tokugawa-Herrschaftsfamilie. Während des 2. Weltkriegs wurden im Mai 1945 die meisten Gebäude der Anlage zerstört. Glücklicherweise überstanden die drei Ecktürme, drei Tore sowie die meisten Gemälde im Inneren der Anlage das Feuer unbeschadet.
Die auf dem rechten, unteren Bild zu sehenden Steininschriften wurden von den Feudalherren in den Stein gemeisselt, um die dort hingetragenen Steine später noch als die Ihren erkennen zu können.
Vom oberen Stockwerk aus hat man einen sehr guten Blick auf Nagoya. Es befindet sich noch ein Souvenirshop und ein kleiner Schrein auf dieser Etage.
Was diese Burg so besonders macht ist das vorbildlich eingerichtete Museum in Inneren. Nicht zu vergleichen mit z.B. dem Himeji Castle oder dem Osaka Castle! Man hat das Gefühl, durch ein richtiges Museum zu gehen, inklusive mehrsprachiger Beschilderungen, optimal ausgenutzter Platzverhältnisse und faszinierender Relikte aus der Zeit der Samurai. Neben Rüstungen, Samuraischwertern, Gewehren und Nachbauten von Räumlichkeiten bekommt der interessierte Besucher auf mehreren Etagen (Aufzug vorhanden!) Dioramen, Sonderausstellungen, Bilder und uralte Schriftstücke zu sehen. In dieser Form wirklich einzigartig und mit viel Liebe zum Detail errichtet wie man auf den Bildern leider nur ansatzweise erkennen kann. Das Nagoya Castle is ein absoluter Tipp!
Kinshachi – Die goldenen Delphine
An der Nordseite des Nagoya Castle befindet sich ein männlicher Delfin, an der Südseite ein Weiblicher. Sie sind ca. 2,60m Hoch, wiegen über 1200 kg, mit 18-karätigem, 0,15mm dickem Gold platiniert – insgesamt fast 45kg je Delfin! Praktisch die Wahrzeichen der Burg, wurden sie als Zeichen der Autorität des Feudalherren während der Muromachi Ära (1334-1400) hinzugefügt. Leider ereilte sie das gleiche Schicksal wie auch den donjon – sie wurden während des 2. Weltkriegs zerstört und 1959 dem Schloss wieder hinzugefügt. Eine Nachbildung dieser Delfine kann man im Austellungsraum in der unteren Ebene der Burg besichtigen.