Für Japaner die ultimative Entspannung. Natürliche Heilquellen, auf japanisch „onsen“, gibt es in Japan fast überall, vorwiegend jedoch in Gebirgsregionen. Das Wasser wird dann direkt aus dem Berg in die Becken gepumpt, die sich zumeist in speziellen Anlagen (z.B. in Hotels) befinden – entweder überdacht oder im Freien gelegen. Zimmer der gehobenen Kategorie besitzen meist einen eigenen, privaten Onssen-Anschluss.

Für uns als Europäer ist die Tatsache befremdend, dass man „nackt“ in das Bad steigt. Für Japaner ist das gänzlich normal, nur den unbedarften, coolen Ausländer packt plötzlich die Scham und verweigert den Zugang. Schliesslich will man sich nicht unbedingt in einen grossen Bottich mit anderen unbekannten Männern setzen – noch dazu als einzigster Ausländer, nackt den prüfenden Blicken der anderen Besucher ausgesetzt zu sein. Auch gibt es nur (mit sehr wenigen Ausnahmen) geschlechtlich getrennte Becken, also gar nicht erst auf dumme Gedanken kommen ;-).

Wer dies alles aber verschmerzen kann, wird nicht enttäuscht: das Wasser ist wunderbar angenehm, besitzt in der Tat Heilwirkung und bietet Entspannung pur. Je nach Anlage gibt es mehrere „Becken“ mit verschiedensten Wassersorten, die jeweils eine andere Heilwirkung besitzen. Man kann ruhig alle Becken ausprobieren, tut in der Tat SEHR gut.

Für alle „First Timers“, hier ein paar Tipps:

* Das Wasser ist sehr heiss, also vorsichtig einsteigen, nicht reinspringen oder auf die Idee kommen, Seife, Alkohol oder gar Essen mit ins Becken zu nehmen (hört sich lustig an, soll aber alles schon passiert sein).

* Davor, bzw. danach kann man entweder in die Sauna (falls angeboten) und sich natürlich duschen, Haare fönen, usw. -> Seperate Duschen , Waschbecken, etc. sollten in der Anlage befindlich sein.

Die Bilder habe ich in Arima gemacht, ein kleiner aber schöner Kurort in den Bergen Westjapans. Es gibt in Japan mehr oder weniger berühmte Orte für Onssen. Der Ort selbst hat sich ganz auf den Onsen-Tourismus eingestellt. Es gibt in dutzenden Geschäften allerlei Souvenir, aber auch regionale Köstlichkeiten zu erwerben.

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