Japan in Blog und Bild

Japan – Reiseführer, Fotos, Tipps…und mehr

Japan : Wissenswertes in Kürze

1. Konbini

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Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Japan eine Vielzahl an 24-Stunden Supermärkten, zum Großteil Ketten (wie z.B. FamilyMart, 7Eleven, Lawson, usw.) und eben Tag und Nacht durchgehend geöffnet. Man findet diese in den Städten sprichwörtlich an jeder Straßenecke. Die Preise sind dafür nicht überzogen, so dass man ruhigen Gewissens dort einkaufen kann. Denn im Gegensatz zu den mit einprägsamen Logos versehenen Geschäften von Lawson & Co findet der Tourist manchmal nur mit Mühe „normale“ Supermärkte in Japan – zumal sich diese im Parterre oder gar 12. Stock eines unscheinbaren Gebäudes befinden können.

Die Qualität ist jedenfalls außergewöhnlich makellos : egal ob frisches Sandwich, Kuchen, Desserts, Bananen, „Brot“ (in Japan gibt es zumeist nur „weiches“ Brot, das entfernt ein wenig an überdimensioniertes, fluffiges Weissbrot erinnert), Chips, Suppen, usw. Sogar komplette Mahlzeiten können dort für wenige Euro gekauft werden, Spaghetti oder Curry in der Menüschale (wird auf Wunsch im Geschäft aufgewärmt – schmeckt ebenfalls überraschend gut), Reishäppchen oder das Würstchen am Spiess zum gleich essen. Deshalb uneingeschränkt zu empfehlen, das Personal ist japantypisch immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Das folgende Bild zeigt einen „Baumkuchen“ aus einem Konbini, diese sind in Japan sehr beliebt!

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2. Drugstores

Die günstigere Alternative zu den 24h Supermärkten. Zwar handelt es sich hier um Geschäfte die in etwa mit deutschen Drogerien vergleichbar sind, aber hier bekommt man z.B.  Wasser oder Snacks billiger als in den Konbini.  Außerdem preisen grosse Schilder besonders günstige Angebote an, bei denen man bedenkenlos zuschlagen kann.


3. Telefone

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Die grünen Telefone (siehe Bild) nehmen Münzen und vielmals auch Karten an, die man z.B. in den Konbini bekommt (z.B. 1000 Yen Karten). Allerdings sind dies nur „domestic phones“, bedeutet dass man mit diesen Telefonen nur Anschlüsse innerhalb Japans erreichen kann.

Für internationale Gespräche stehen IC-Phone bereit, die allerdings nur Münzen oder spezielle IC-Telefonkarten akzeptieren, deren Ecke vor Gebrauch abgebrochen werden muss (NTT). Vorsicht : mit 0049 kommt man noch nicht nach Deutschland, von japanischen Telefonen und Handys ist eine gesonderte Nummer Vorzuwählen, so dass sich nach Deutschland von IC Telefonen folgende Nummernkombination ergibt : 001 + 0049 + Vorwahl ohne 0 + Telefonnummer.

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Bei Handys ist dies ebenfalls unterschiedlich, für Softbank (ehemals Vodafone) ergibt sich die Nummer:

0046 01 049 +Vorwahl ohne 0 + Telefonnumer

Für nähere Informationen über Japanhandys, bitte  hier  klicken.

In den grösseren Hotels stehen in der Regel immer IC-Telefone, dort liegt dann normalerweise auch eine kleine Broschüre aus, welche die korrekten Vorwahlen beinhalten sollte. Neben den Telefonen befindet sich ebenfalls ein Automat, an dem die Telefonkarten erworben werden können.

Hier eine KDD Telefonkarte:

Und das NTT Pendant mit abgebrochener Ecke :


4. Getränkeautomaten & Co : Vending Machines

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Egal ob Zigaretten, Eis, heisse/gekühlte Getränke (ca. 0,80-1,50 Euro je Flasche/Dose) oder T-Shirts. Automaten stehen an jeder Strassenecke, meistens sogar gleich mehrere, so dass die Auswahl sehr schwer fällt. Gerade im Sommer aber sehr praktisch und wohltuend.Neben bekannten Marken wie Pepsi oder Coca-Cola gibt es eine Reihe sehr guter japanischer Produkte (z.B. Pocari Sweat) sowie mit Vitaminen und Aminosäuren versetzte Sportdrinks. Die Automaten akzeptieren auch Scheine, zum Teil sogar bargeldlos mit ICOCA/SUICA Magnetkarte benutzbar!

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Eine tolle Idee : Books to go ! An diesem Buchautomat bekommt man auf Knopfdruck sofort das gewünschte Buch.

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5. Banken, Kreditkarten und – Automaten

In Japan bieten die Banken eine Vielzahl an unterschiedlichen Kreditkarten an – da ist für jeden Geschmack etwas dabei: egal ob Snoopy-Kreditkarte, Anime-Kreditkarte, Resident Evil-Kreditkarte oder Hello Kitty – Kreditkarte. Folglich akzeptieren die meisten Geschäfte Kreditkarten, mit VISA z.B. hat man nirgends Schwierigkeiten, einzukaufen.

Interessant: möchte man mit einer deutschen EC-Karte in Japan Geld abheben, so ist dies ebenfalls möglich. Konnte man bis vor wenigen Jahren noch an den Maschinen der Postämter Geld abheben, gab es  unvermittelt eine Blockade von Maestro-Karten, nach Intervention der japanischen Regierung kann der Tourist nun endlich wieder mit EC-Karte in Japan Geld abheben. Das ist z.B. in einer der vielen 7-Eleven Konbini möglich. Die Maschinen lassen sich per Knopfdruck auf englische Sprache umschalten, was den Abhebeprozess erheblich erleichtert.  Vor den Banken und Geschäften kleben Aufkleber, auf denen die Logos der akzeptierten Karten abgedruckt sind. So lässt sich jederzeit schnell ablesen, ob die jeweilige Karte von den Bankautomaten akzeptiert wird.


6. Shinkansen, Ubahntickets und Schnittmusterbögen

Dieses Thema ist derart komplex, dass der Platz gar nicht ausreicht, um es hinreichend zu erklären. Für Interessierte empfehle ich meinen Beitrag „Ubahnfahren in Tokio„.

  • Shinkansen

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In Japan gibt es sehr komfortable, sehr schnelle und sehr pünktliche Schnellzüge, im Allgemeinen „Shinkansen“ oder „Bullet Trains“ genannt – vergleichbar mit den deutschen ICEs, nur pünktlicher und mit freundlicherem Personal. Die Shinkansen-Züge legen beeindruckende Entfernungen binner weniger Stunden zurück. Es gibt, der Geschwindigkeit nach geordnet, mehrere Klassen an Shinkansen (Tokaido/Sanyo):

1. Nozomi (Strecke Tokyo – Osaka in 2,5 Stunden)

2. Hikari (Strecke Tokyo – Osaka in 3 Stunden)

3. Kodama Shinkansen (Strecke Tokyo – Osaka in 4+ Stunden)

Je nach Strecke (z.b. Tokio-Nagano) gibt es darüberhinaus noch: Hayate, Yamabiko, Nasuno, Komachi, Tsubasa, Toki, Tanigawa und Asama Shinkansen.

Die Züge sind wie bereits erwähnt sehr schnell, überaus bequem…aber nicht gerade günstig. Eine einfache Fahrt von Tokyo nach Osaka schlägt mit ca. 12 000 -13 000 Yen (in etwa 110 Euro) zu Buche. Dabei legen die Züge in weniger als 3 Stunden mehr als 550 Kilometer zurück!

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Manche der Schnellzüge besitzen (japanische) Steckdosen zum Laden der Gerätschaften.

Einen wirklich sehr guten Tarifrechner inkl. Abfahrtszeiten und natürlich Preisen findet man hier :

punkt.gif http://www.hyperdia.com/cgi-english/hyperWeb.cgi

Es gibt ihn mittlerweile auch als App zu beziehen, sollte man auf jeden Fall haben.

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Natürlich gibt es auch hier eine 1. Klasse, die sogenannten „Green Cars“, mit einem Kleeblatt als Logo. Einzeltickets sind an den Ticketschaltern der jeweiligen Station zu bekommen.

Als Inhaber eines Japan-Rail Passes kann man nicht alle Shinkansen kostenfrei benutzen, auf der West-Ost Strecke sind dies z.B. nur die Hikari und Kodoma – Shinkansen. Eine Sitzplatzreservierung für diese beiden Zugtypen ist nicht erforderlich, ohne Reservierung einfach einen der angegebenen Zugabteile (= „non-reserved“, siehe Beispiel auf dem unteren Bild) aufsuchen. Das sind meistens die vorderen Zugabteile 1-3 oder 1-5.

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  • Ubahn / S-Bahn

Was die Tickets für die UBahn, bzw. JR Linie anbelangt, so wird die Sache schon komplizierter. Das Ubahngeflecht der grossen Städte erinnert eher an einen Schnittmusterbogen, unterschiedliche Tarife und inkompatible Tickets treiben nicht nur den Touristen an den Rand des Wahnsinns sondern auch Japaner. Beiden wird allerdgings an den Ausgängen vom freundlichen Bahnpersonal geholfen, also kein Problem. Seit neuestem kann man in Tokyo die SUICA Magnetkarten auch für die anderen, privatisierten Ubahnlinien benutzen!

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Aufladbare „Prepaid“ – Magnetkarten für die Ubahn:

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Die jeweiligen Einzeltickets (gültig für eine Fahrt) bekommt man noch auf dünnem Papier. Sie gelten für eine Fahrt und müssen beim Verlassen der Station in die jeweiligen Zugangsstationen eingesteckt werden.

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Oder auch für die Tokioter Yurikamome-Linie :

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Wenn nachts die Ubahnlinien ihren Betrieb einstellen (je nach Linie zu unterschiedlichen Zeiten, in etwa zwischen 0:00 und 01:00 Uhr, also aufpassen), bleibt nur das das Taxi oder die Übernachtung in Kapsel-Hotels. Das aufgrund der Grösse von Euroäern sargähnliche Feeling ist nur hartgesottenen Antiklaustrophobikern zu empfehlen. Ansonsten bringen freundliche Taxifahrer(-innen) einen auch ans Ziel. Allerdings wird nachts ein Zuschlag erhoben, die Tarife stehen aussen an den Taxis, halten sich in Grenzen (so lange man nicht quer durch Tokyo, bzw. eine andere Stadt fahren will), besonders wenn man sich die Fahrt mit mehreren Personen teilt. Wie gesagt, die Fahrer sind in der Regel sehr freundlich, tragen die obligatorischen weissen Handschuhe. Achtung: die japanischen Taxitüren werden von innen geöffnet UND geschlossen. Das macht der Taxifahrer mittels Schalter persönlich, also auf die Hände aufpassen.


7. Japan Rail Pass

Mit dem Japan Rail Pass ist es möglich, quasi per „Flatrate“ mit dem Shinkansen durch ganz Japan zu fahren – zwar nicht mit dem schnellsten Shinkansen (Nozomi), aber dennoch ist dieses Ticket sehr günstig! 1 Woche JRP kostet 29110 Yen (2 Wochen schlagen mit 46390 Yen, 3 Wochen mit 59350 Yen zu Buche). Den Japan RailPass bekommt man nur als Tourist (mit Status „Temporary Visitor“ im Reisepass), muss aber VOR DER JAPANREISE (siehe Links unten) an einer der lizenzierten Ausgabestellen erst einen Gutschein kaufen, welcher dann in Japan vor Ort gegen den Pass eingetauscht wird. Den Pass gibt es nach Wochen gestaffelt auch für die erste Klasse (sogenannte „Green Cars“) und ermäßigt auch für Kinder (6-11 Jahre). Wenn das Kind jünger als 6 Jahre ist und keinen eigenen Sitzplatz benötigt, kann es kostenlos auf den JR-Strecken mitreisen.

Als Inhaber eines Rail Pass darf man sich wie ein VIP fühlen. Man muss nicht durch die normalen Schranken in den Innenbereich der jeweiligen Station, sondern am Bahnbediensteten vorbei – und den Pass hochhalten. Dieser öffnet dann per Knopfdruck die Schranken. Dauert in der Praxis genauso lange wie mit einer Suica oder einem Papierticket, hat aber trotzdem etwas exklusives an sich 😉

Die Gutscheine sehen, je nachdem wo man diese bestellt, in etwa so aus:

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Der Umtausch geht dann vor Ort recht problemlos und schnell: mit dem Gutschein an eine der Ausgabestellen in Japan (z.B. Narita Airport Terminal 1 / 2, Kyoto Station, Kansai Airport, Tokyo Station, Ikebukuro Station, Ueno Station, Nagoya Station, Kyoto Station, Osaka Station, Hakata Station, New-Chitose Airport Station) und den Gutschein und Reisepass vorzeigen, innerhalb von 2 Minuten ist der eigentliche RailPass ausgestellt.

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Mittlerweile hat man sich wieder für ein etwas größeren Pass entschieden, dieser passt leider nicht in den Geldbeutel. Bitte aufpassen, bei Verlust bekommt man keinen neuen Pass mehr ausgestellt.

Mit dem Pass können lediglich Hikari Shinkansen (oder langsamer, auf der Tafel unten im Bild rot dargestellt) kostenlos benutzt werden. Nozomi Shinkansen (gelb) sind weiterhin kostenpflichtig – allerdings nur geringfügig schneller als die Hikari Schnellzüge.

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Der Pass lohnt sich enorm, denn er ist im gesamten JR Streckennetz gültig. Fährt man z.B. von Tokyo aus nach Sendai und Osaka, so haben sich die Kosten für den Pass bereits amortisiert. Außerdem kann man die Fähre nach Itsukushima sowie alle JR Linien damit benutzen. Gerade in Tokyo lohnt sich das dann doppelt, da man als Tourist sehr oft auf der Yamanotelinie die Stadt erkunden wird.

Bezugsquellen für den Japan Rail Pass

Diese Anbieter habe ich persönlich auch schon genutzt, kann diese deshalb auch empfehlen. Vergleichen lohnt, denn je nach Anbieter variieren die Kosten etwas:

https://www.japan-rail-pass.com/

https://www.jrpass.com/de

http://www.acprail.com/

Die Gutscheine sind 3 Monate lang ab Ausstellungsdatum gültig, können bei einigen Anbietern bei Nichtbenutzung gegen Gebühr wieder zurückgegeben werden.


8. Post

Die Briefträger in Japan geniessen meinen vollen Respekt. Denn Hausnummern gibt es hier nicht, sondern lediglich eine „Zahlenkombination“, die für Ausländer sehr schwierig zu deuten ist (und nicht nur für Ausländer!). Deshalb haben viele Geschäfte kleine Kärtchen mit Wegbeschreibungen ausliegen, damit man nicht stundenlang umherirrt (auch schon passiert…). Jedenfalls kommt in Japan die Post auch mehrmals täglich, zudem gibt es – wie in Deutschland auch – verschiedenste Paketdienste.

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Kuroneko zum Beispiel (siehe obiges Bild), hat als Logo wie der Firmenname schon sagt Katzen und ist einer der Paketdienste Japans.

Die meisten Hotels kümmern sich um die Frankierung anfallender Post. Briefe oder Postkarten können in die roten Briefkästen eingeworfen werden.

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Briefe kosten innerhalb Japans 80 Yen, nach Europa 130 Yen (bis 25 Gramm)

Postkarten kosten innerhalb Japans 50 Yen, nach Europa 70 Yen.

Briefmarken bekommt man natürlich auch in einer der zahlreichen Postfillialen. Es gibt sehr schöne, ausgefallene und auch drollige Sonderbriefmarken zu erstehen:

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9. Essen in Japan

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Ebenfalls ein sehr umfangreiches Thema. Eines Vorweg: Japan ist weitaus mehr als nur Sushi!

Ich würde behaupten, dass es in Japan mitunter das gesündeste Essen der Welt gibt. Abwechslungsreich, nahrhaft und nicht zu fett. Freilich ist für den westlichen Touristen nicht alles ohne Vorbehalte zu empfehlen, es kommt darauf an, was man persönlich verträgt. Roher Fisch ist nicht jedermanns Sache, andere wollen nicht ohne leben. Generell zu empfehlen:

* Sushi & Fischspezialitäten

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Schnell, einfach, von sehr hoher Qualität. In „Running Sushi“- Läden laufen Sushiteller auf einem Fliessband vor einem her. Was gefällt, wird heruntergenommen und gegessen. Schmeckt gut und ist sehr schonend für den Geldbeutel. Gibt es in den verschiedensten Variationen. Fisch, bzw. „seafood“ gibt es in allen Variationen. Besucht man z.B. den Fischmarkt in Tokyo, so wird man schnell verstehen, in welchen Dimensionen alles verarbeitet wird und wie beliebt Fisch in Japan ist.

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Natürlich steht man auch in den Supermärkten einer riesige Auswahl von frischem Fisch gegenüber, für deutsche Verhältnisse sehr umfrangreich.

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* (Ton-)Katsu

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In etwa mit dem deutschen Schnitzel zu vergleichen. Es gibt auch sehr viele diverse Katsu-Restaurants, in denen verschiedenste Katsu-Varianten angeboten werden, zumeist im Set mit Reis, Salat und Suppe, schmeckt sehr gut! Auch überaus empfehlenswert: tonkatsu curry (siehe unten).

* Japanisches Curry

Absolut zu empfehlen. Nicht zu verwechseln mit dem hierzulande bekannten „Indischen Curry“. Eine Art Gulasch mit Fleisch, Gemüse, Pilzen und Kartoffeln. Zumeist in verschiedenen Schärfen angeboten. Bitte vorsichtig sein: in einem Restaurant war mein absolutes Limit bereits bei Stufe 2 (von 7) erreicht, obwohl ich scharf gewürzte Speisen mag. Bei Stufe 7 gibt es extra eine Sicherheitswarnung vom Koch. Es gibt auch z.B. Katsu-Curry, dem dann ein geschnittenes „Schnitzel“ beiliegt. Schmeckt überaus delikat.

* Omuraisu

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Ein sehr gutes Gericht, wie der Name schon verrät bestehend aus einem Omelett, in dem sich Reis befindet, der entweder in Butter oder Tomatensauce mit Gemüse zubereitet wurde. Sehr zu empfehlen

* Soba

Die japanischen Nudeln schmecken auch dem Touristen. Schlürfen ist zumeist erlaubt, ideal auch für Zwischendurch.

* Yakitori

Hier handelt es sich eigentlich um kleine Spiesse: Fleisch am Spiess, ähnlich dem griechischen Souvlaki, nur kleiner. Gibt es ebenfalls in den verschiedensten Variationen, vom Hühnchenfleisch, Kobe Beef – bishin zu Leber ist alles zu bekommen.

Man hat es mehr oder minder leicht, sich sein Essen auszusuchen, in Japan befinden sich vor fast jedem Restaurant Plastikrepliken der angebotenen Speisen, zumeist täuschend echt wirkend. Diese Tradition (nach dem 2. Weiltkrieg setzte man besagte Imitationen für die stationierten GI´s in die Schaufenster) ist sehr hilfreich, hat man jetzt nur noch die Qual der Wahl…

Wenn es ganz schnell gehen soll, so tut es auch das Fertigmenü aus einem der 24-Stunden Märkte (z.B. 7Eleven, siehe oben). Dort bekommt man für wenig Geld ein frisches, bereits vorbereitetes Gericht in einer Menüschale. Natürlich nicht mit den Fertiggerichten hierzulande vergleichbar! Egal ob Pasta oder Curry, einfach an der Kühltheke aussuchen und vom Kassierer aufwärmen lassen. Plastikbesteck gibt es automatisch mit hinzu.

* Desserts

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Eis gibt es in den verschiedensten Variantenund in zum Teil unbekannten Sorten. Jedoch ist z.B. Lavendeleis oder Sakura-Eis dringendst zu empfehlen, schmeckt absolut fantastisch. Natürlich gibt es neben Softeis auch „italienische“ Eisbecher in allen erdenklichen Variationen. Bei Family Mart & Co bekommt man übrigens sehr gutes Häagen-Dasz-Eis im Sandwichformat (Tipp: Kokusnuss).

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Bei Kuchen ist etwas Vorsicht geboten. Denn die Stücke sind in Japan um ein vielfaches kleiner als beim Konditor um die Ecke in Deutschland. Japantypisch zudem teuer, kann z.B. ein Stück Erdbeertorte ohne weiteres 4,00 Euro kosten – bei Massen von ca. 10×6 cm. Das unten abgebildete Stück Käsekuchen hat z.B. stolze 3 Euro gekostet. Man bemerke die Batterie rechts zum Grössenvergleich.

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Auch findet man solche Snacks entweder am Shinkansen Bahnhof (regionale, als Souvenir begehrte Spezialitäten) oder an obento-Ständen überall in der Stadt. Und dass das Auge mitisst, beweisen die künstlerischen Kreationen der Köche:

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Bleibt nur noch eines zu sagen : GUTEN APPETIT!

10. Wetter

Die wohl beste Zeit um Japan zu besuchen ist das Frühjahr, besonders um die Sakura, bzw. die Zeit der Kirschblüte im März/April, zeigt sich Japans Natur von einer bezaubernd schönen Seite. Siehe auch der Beitrag punkt.gif Kirschblütenzeit in Japan.
Die Regenzeit findet alljährlich im Juni/Juli statt, dann regnet es zum Teil sehr viel und häufig, sie dauert normalerweise zwischen 3 und 4 Wochen. Danach wird es sofort sehr schwül und heiss!

Der Sommer ist für deutsche Verhältnisse sehr sehr schwül. Eine derartig hohe Luftfeuchtigkeit wie in Japan kennt man in Deutschland nur von der Sauna her. Ich übertreibe nicht: bei meinem ersten Japanbesuch hatte ich das Pech, unvorbereitet in den japanischen Sommer hineinzukommen. Das Luftholen fiel sehr schwer, man schwitzt ununterbrochen und unterkühlte Geschäfte und UBahn laden zur Erkältung ein. Nasse Kleidung trocknet kaum an der Luft, da die Luftfeuchtigkeit so hoch ist – dies alles ist nur im Norden Japans oder in den Bergregionen angenehmer. Nachts kühlt es nicht allzu viel ab, der Beton der Grossstädte speichert tagsüber die Sonnenenergie, nur um diese des Nachts wieder abzugeben. Selbst in Ostjapan (z.B. Kobe), ist es zwar ein wenig angenehmer als noch in Tokyo, aber dennoch für Leute mit Hitzeanfälligkeit nicht sonderlich zu empfehlen. Ausserdem ist besonders der Spätsommer die Zeit der Taifune. Und wenn so einer die Stadt trifft, dann wägt man den Weltuntergang nahe: U-Bahnstationen werden geschlossen, Blumentöpfe fliegen umher, der Flughafen macht dicht, und selbst ein Regenschirm hilft nicht mehr viel gegen den strömenden Regen. Ich entging zwei Mal knapp einem Taifun, meine Flüge waren die Letzten, die abgefertigt wurden. Der Kansai Airport z.B. kappt dann im wahrsten Sinne des Wortes die Verbindung mit dem Festland, sperrt die Brücke und schliesst. Und das ist auch besser so, solche Naturgewalten kennt man hierzulande wohl nur aus diversen Fernsehreportagen.

Sind die Taifune noch saisonal bedingt, kann es jederzeit zu einem kleineren oder grösseren Erdbeben kommen. Auch daran habe ich schlechte Erinnerungen: morgens wackelte auf einmal das gesamte Apartment. So aufgeweckt zu werden ist nicht angenehm, dabei war es „nur“ ein Beben der Stärke 5.6 . Statistisch gesehen bebt die Erde in Japan 1000 Mal im Jahr, doch die meisten Beben sind eher kleinerer Natur – glücklicherweise. Dennoch bebt es (wie man aus dem deutschen Fernsehen kennt) hin und wieder. Erste Regel: keine Panik, die japanischen Gebäude sind sehr gut konstruiert und bieten Schutz z.B. im Türrahmen oder unter dem Tisch, auf herabfallende Gegenstände ist natürlich zu achten. Japaner selbst sind daran eher gewöhnt als der bei einem solchen Anblick leicht in Panik geratende Tourist, es gibt in Japan eine Art Erdbebentag mit Erdbebensimulatoren, an dem man den Ernstfall simulieren und wichtige Verhaltensregeln mitteilen kann.

Im Sommer gibt es besonders in der Grossstadt wie Tokyo riesige (und zeitlich sehr lange) Feuerwerke (hanabi), die auch im Fernsehen (als Sponsor) übertragen werden und eine Vielzahl an Zuschauern anlocken. Tanabata (sehr anrührende Geschichte) sowie das Obon – Fest sind ebenfalls Zuschauermagneten im (frühen) Sommer. Kleine Feuerwerke kann man in jedem Supermarkt günstig erwerben, die Kinder (und auch die Erwachsenen) freuen sich alljährlich auf die hanabi Feste. Allerdings ist Japan im Sommer wie schon erwähnt fast unerträglich heiss und schwühl. Nicht nur dass es nachts fast nicht abkühlt, tagsüber herrschen wirklich Bedingungen wie in einer Sauna. Die Monate Juli & August sind am schlimmsten davon betroffen. Danach, bzw. davor ist es weitaus angenehmer.

Der Herbst eignet sich mit angenehmen Temperaturen ebenfalls sehr gut für einen Besuch, Japans Natur mit all den Rottönen lädt zum Fotografieren ein (Tipp: Nara im Herbst!).

Sehr touristenfreundlich zeigt sich auch der Winter, mit (zumindest im südlichen Teil Japans) angenehmen Temperaturen – verglichen mit den Minustemperaturen in Deutschland. Meistens sind es über 0 Grad, Schnee liegt z.B. in Osaka / Westjapan so gut wie nie.

11. Feste & Feiertage

WIRD GERADE AKTUALISIERT

01.01. – 03.01. : Neujahr

Das neue Jahr wird in Japan eher ruhig begangen – ohne Feuerwerk und grosse Parties wie es hierzulande der Fall ist. Man geht gemeinsam zum örtlichen Schrein oder Tempel, um für Glück im neuen Jahr zu bitten. Am 01.01. haben die meisten grösseren Geschäfte geschlossen, grössere Ketten haben vereinzelt geöffnet und verkaufen sogenannte „Fukubukuro“, Wundertüten mit sehr hochwertigem Inhalt (Elektronik, Kleidung, usw.). Für Kinder und Jugendliche ein sehr aufregender Tag, es werden Geldgeschenke in speziellen Umschlägen überreicht. Dementsprechend sind die Geschäfte kurz nach Neujahr sehr gut besucht.

03.03. : Hina matsuri

21.03. : Vernal Equinox

07.07. : Tanabata

August : Hanabi

Besonders im August gibt es gerade in Tokyo sehr viele und schöne Feuerwerke, zu denen sehr viele Leute kommen. Gesponsort durch diverse Fernsehsender dauern die einzelnen Feuerwerke sehr lange. In vielen Geschäften und Supermärkten können auch kleine, spezielle Feuerwerke erstanden werden.

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